KliStaR – Abschlussveranstaltung: Land- und Forstwirtschaft helfen bei Anpassung an Klimawandel

KliStaR

Ein Netzwerk mit Landnutzern und Experten aus den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Bodenschutz hat kurz vor Pfingsten im Rahmen der Abschlussveranstaltung des KliStaR-Projektes in Leonberg Maßnahmen zur Klimaanpassung in Augenschein genommen. Diese wurden seit Anfang 2015 entwickelt und realisiert. Damit soll in kommunalen Außenbereichen erreicht werden, den vermehrten Bodenabtrag und Oberflächenabfluss im Rahmen des Klimawandels zu verringern.

Abschluss Leonberg

Foto: KliStaR/A. Assmann

Vortrag

Foto: KliStaR/J. Kempf

Hintergrund ist eine vorausgesagte Zunahme von Starkniederschlägen in der Zukunft durch jüngste Klimamodellrechnungen für Süddeutschland. Zwecks der Lokalisierung erforderlicher Schutzmöglichkeiten, vereinte das Pilotprojekt KliStaR ab 2015 im Einzugsgebiet der Glems die acht Kommunen Ditzingen, Gerlingen, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Leonberg, Markgröningen und Stuttgart. Um die bestehenden Probleme und Anpassungsoptionen zu identifizieren und die Umsetzungshemmnisse zu reduzieren, wurden zunächst in zwei Veranstaltungen im Winter 2014/15 mit mehreren Arbeitsgruppen eine Vielzahl von Brennpunkten benannt. Im Laufe von 2015 wurden dann lokalspezifisch in mehreren Gesprächsrunden und Ortsterminen mit Landnutzern und Kommunalvertretern verschiedene Schutzmaßnahmen diskutiert. Dazu wurden von KliStaR basierend auf Modellrechnungen verschiedene Karten zur Bodenerosion und zum Oberflächenabfluss in der Gegenwart und Zukunft erstellt. Außerdem wurden im Sommer 2015 landwirtschaftliche Maßnahmen bei Felderrundfahrten und bei einer Exkursion erörtert.

Der dauerhafte Bestand der Schutzmaßnahmen wird z.B. durch die bautechnische Ausführung von Retentionsmulden zum Wasserrückhalt in Leonberg-Warmbronn oder in Korntal-Münchingen durch die agrartechnische Integration einer streifenförmigen Bodenbearbeitung in den landwirtschaftlichen Maschinenpark gesichert werden. Außerdem wird ein Katalog mit 23 Maßnahmenblättern erstellt, der u.a. dienen kann als Planungsratgeber für weitere Kommunen in Baden-Württemberg zur Umsetzung von Maßnahmen zum verbesserten Bodenschutz und Hochwasserschutz im Klimawandel. Eine Vorankündigung der Maßnahmenblätter können Sie hier herunterladen.Streifenlockerer

Die streifenförmige Bodenbearbeitung und Aussaat von Zuckerrüben oder Mais ist eine wirkungsvolle Maßnahme, die von der Landwirtschaft mit speziellen Maschinen wie hier mit Hilfe des Ihinger Hofes der Universität Hohenheim zur Reduktion von Bodenerosion und Wasserabfluss im Klimawandel erfolgreich umgesetzt wurde. Davon überzeugten sich in Korntal-Münchingen die Teilnehmer der KliStaR-Abschlussveranstaltung (Foto: KliStaR/N. Billen)

 

dezentraler Wasserrückhalt beim Waldwegebau

Der dezentrale Wasserrückhalt wie etwa im Rahmen vom Waldwegebau ist eine wirkungsvolle Maßnahme, die von der Forst- und Wasserwirtschaft zur Reduktion von Wasserabfluss im Klimawandel erfolgreich umgesetzt wurde. Davon überzeugten sich in Leonberg-Warmbronn die Teilnehmer der KliStaR-Abschlussveranstaltung (Foto: KliStaR/A.Assmann).

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