Gefahren und Risiken

Gefahren und Risiken durch Starkregen

Starkregen treten in aller Regel relativ plötzlich und unerwartet auf, sie verwandeln kleinste Senken, aber auch Straßen und Wege in reißende Gewässer. Die Gefahr wird dann zum Risiko, wenn sich empfindliche Güter und vor allem Menschen in ihrem Weg befinden. Bei Starkregen ist besonders zu beachten, dass oft nur extrem wenig Zeit bleibt, um sich selbst und andere in Sicherheit zu bringen oder zu schützen – das Gleiche gilt für die gefährdeten Güter wie beispielsweise Gebäude oder Fahrzeuge in Tiefgaragen.

Tiefgaragetiefparterre

Tief liegende Eingänge oder Tiefgaragen sind besonders gefährdete Bereiche. Der Aufenthalt in einer Tiefgarage während eines akuten Starkregens kann u.U. lebensgefährlich sein.

Wo sind besondere Risiken?

Die größten Risiken treten da auf, wo zum einen große Wassertiefen oder hohe Fließgeschwindigkeiten auftreten, zum anderen aber auch einen Schaden anrichten können. Große Schäden sind zum ersten natürlich Schäden an Leib und Leben, dann aber auch Vermögensschäden. Diese können direkt entstehen, aber auch als Folge anderer Schäden.

Hier gilt es, auch „um die Ecke“ zu denken: Was passiert, wenn die Stromversorgung zusammenbricht? Wie kann ich den Kindergarten evakuieren, wenn die Unterführung geflutet ist?

Grundlagendaten für die Abschätzungen von Gefahren und Risiken

Das Land Baden-Württemberg hat mit moderner Laserscan-Technologie ein sehr detailliertes Modell der gesamten Landesoberfläche erstellt – ein so genanntes digitales Höhen­modell. Dieses Höhen­modell mit einer Auflösung von 1×1 Meter ermöglicht es in der Verbindung zu Informationen über Boden­eigenschaften und Landnutzung,  sehr genaue Computer­­­­mo­delle von möglichen Stark­regen­­ereig­nissen zu erstellen.

Trotz der sehr guten Grundlage war es an vielen Stellen notwendig, weitere für den Abfluss relevante Strukturen einzuarbeiten oder die digitalen Daten zu korrigieren, dies sind z.B. Brücken, Unterführungen oder Verdolungen.

Über eine statistische Auswertung vergangener Nieder­schläge können Szenarien möglicher Niederschläge erstellt werden. Die Szenarien stellen jedoch keine realen Ereignisse dar, sondern sind so gestaltet, dass man mit ihnen möglichst genau abschätzen kann, wo Gefahren mit großer Wahr­­schein­lichkeit auftreten kön­nen.

Für die Risikoabschätzung stehen vielfältige statistische Daten zur Verfügung, aber auch Lage-Informationen über Gebäude­bestand und Landnutzung. Diese können so aufbereitet werden, dass mögliche Schäden wie auch die Anzahl betroffener Personen abgeschätzt werden können. Daneben ist die Lage von Einrichtungen wie z.B. Kindergärten oder Altenheimen für die Erarbeitung von Vorsorgekonzepten eine wichtige Zusatzinformation.

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